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Im Anfang liegt, was auch mich bedingt, liegt bereits was mich fragen lässt, warum ist überhaupt Etwas und nicht vielmehr Nichts. Diese Frage stellt „Alles“ in Frage, auch Zeit und Raum. Sie führt mich an die Grenze des Sagbaren.

Darüber hinaus ist mein Sagen nichts, auch wenn ich es in Worte fassen möchte. An dieser Grenze trifft das Schweigen, das mir alles in Fülle zu sagen verspricht, auf mein Hören, das sich nur schweigend der Leere öffnen kann. Geschenkt wird mir aber das Hören der Frage nach dem was ist, dem „Etwas“; Meine erste Antwort ist dieses Geschenk stumm entgegenzunehmen.

Das Unsagbare vom Sagbaren geschieden wird im Anfang. Aber was war vor dem Anfang? Warum überhaupt ein Anfang? Diese Fragen versuchen vermessen die Grenze zu überschreiten, doch allein, dass wir sie stellen können, zeigt die mögliche Größe unserer Art, die Großartigkeit, die dem Menschen geschenkt wurde. Aber muss nicht noch viel Größeres in dem Geheimnis liegen, das es uns ermöglicht, diese Fragen zu stellen?

Seit dem Anfang wird Zeit und Raum im Sein gehalten, entfalten sich die Elemente in den Beziehungen zueinander, werden aus den Bewegungen jeden Augenblick neu die Gestalten. Auch wenn vor einem Anfang alles in sich vollkommen war, so war noch nicht das Werden des Anderen, war noch nicht die Freiheit im Geschaffenen, war noch nicht die Gestaltwerdung durch das Geschaffene. Erst das Werden bringt zur Entfaltung, was im Ruhenden immer war, bringt das Grenzenlose auch in das Erschaffene und damit auch zu uns.

Werden wir mit dem Werden in Zeit und Raum in die gestaltwerdenden Möglichkeiten des Seins hinein entgrenzt und wird uns geschenkt, das Begrenzte ins Grenzenlose zu überschreiten? Werden wir aufgenommen in eine sich entfaltende Einheit. Entfaltet sich mit der Vielfalt des Seins auch das ganz „Andere“, selbst das Schaffende? Ist das Werden der Gestalt für uns so viel weiter als weit und zugleich uns so viel näher als nah, weiter und näher als wir meinen.

Es ist die Zeit, wir versuchen sie zu fassen in den Zahlen. Es ist der Raum, wir versuchen ihn zu umgreifen im Maß der Symbole. Die Verbundenheit von Zeit und Raum findet sich gespiegelt in Zahlensymbolen. Mit ihnen lassen sich die Elemente des Seins bezeichnen. Ihre Beziehungen zueinander geben die Möglichkeit das Sein zu ordnen, ihre Zuordnungen in der Zeit zeigen uns die Bewegungen im Werden zu den Gestalten.

In vier Symphonien wage ich das Experiment. Sie werden komponiert aus den 3 Grundelementen: Einheit, Dualität, Ich.

Diese werden 4-fach zueinander in Beziehung gesetzt, um sich damit 12-fach zu entfalten. Die 12-fache Entfaltung wird gespiegelt in 12 Seinsbereichen, um damit in 144 Themen aufzuscheinen. Das Ganze des Sagbaren wird gehalten im Unsagbaren, symbolisiert durch die Nichtzahl „O“, die als Prolog vor den Anfang, und der Nichtzahl „Unendlich“, die als Epilog nach dem Ende gesetzt wird. Die Gestalten, die sich zeigen, werden damit eingebunden in die gestaltlose Gestalt vor und nach dem Sein.

Das Ganze ist als ein Gerüst, als ein Netzwerk, zu begreifen, das auch den Sonnenzyklus mit seinem 12- fachen Rhythmus der 12 Monate, die 2 x 12 Stunden des Tages und der Nacht, wie auch die Symbolzahl für das Unendliche, 144 (12 x 12), aufgreift. Die Gestalten sind durchdrungen vom Rhythmus, der die 3 mit der 4 verbindet. Aus diesen Zahlen ergibt sich multipliziert wiederum die Zahl 12, addiert die Zahl 7. Mit der 7 wird auch der Wochenrhythmus mit 7 Tagen, der Mondzyklus mit 4 x 7 Tagen (28 =1+2+3+4+5+6+7) und der Lebensrhythmus, mit dem jeweiligen Vielfachen von 7, in die Gestalten aufgenommen. 84 (3 x 28) kann dann als Symbolzahl für ein langes Erdenleben dienen.

Die Struktur des Seins auf das Unsagbare hin zusammenzufügen, seine Elemente zu verknüpfen, das Zusammenwirken und die Verbundenheit von Allem zu Allem und zum Ganzen hin sichtbar zu machen, den Einklang, gleich einer Symphonie, empfindbar zu gestalten, ungewohnte und schmerzhafte Töne und Geräusche nicht auszusparen und unser beschränktes Mitwirken und Versagen einzubeziehen, dies ist der vermessene Weg.


VOM OFFENEN GEHEIMNIS